Lean Manufacturing – Vom Cost Center zum Wettbewerbsfaktor

 in Lean Management

Lean Manufacturing ist eine Denk- und Herangehensweise an Prozesssteuerung und Mitarbeiterführung in der Produktion. Lean Manufacturing kann Ihnen dabei helfen, Ihre Fertigungsprozesse ständig und fast automatisch zu verbessern, weil diese laufende Optimierung mit Lean Teil Ihrer Unternehmenskultur wird. Damit können Sie Prozesskosten, Zeit sparen, die Qualität erhöhen und damit Ihre Marktposition festigen. Manufacturing und Operations werden damit vom Cost Center zum Wettbewerbsfaktor.

Lean Manufacturing – Was ist das?

Der japanische Autobauer Toyota entwickelte Lean Manufacturing nach dem zweiten Weltkrieg unter dem Namen Toyota Produktionssystem. Seither benannten es die amerikanischen Wissenschaftler Womack und Jones in „Lean“ um. Lean konzentriert sich auf die Prozesse und Ergebnisse, die für den Kunden einen Wert darstellen. Ein Kunde möchte meist für das Endprodukt aus der Produktion bezahlen. Dass ein Einkäufer Rohmaterial bestellt oder ein Monteur für die Instandhaltung der Maschinen sorgt, hat weniger Bedeutung. Einen solchen Hauptprozess für ein Unternehmen nennt man Wertstrom.

Für Lean Manufacturing steht im Mittelpunkt, diesen Arbeitsablauf mit kurzer Durchlaufzeit, hoher Qualität und wenigen Übergaben durchzuführen. Andere und unterstützende Prozesse sind meist durchaus wichtig. Mit Lean können Sie Schritte darin vereinfachen und verkürzen. Manchmal können Sie mit schlanker Produktion auch ganze Schritte weglassen. Es gilt dabei nach Lean die Priorität, dass ein Prozess, je einfacher er ist, auch besser, schneller und billiger wird.

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Die Methoden des Lean Manufacturing

Lean Manufacturing basiert darauf, die Mitarbeiter stark in eine laufende Prozessverbesserung einzubeziehen. Sie tragen damit stark zur Motivation Ihrer Mitarbeiter bei, da bei der Entwicklung und Optimierung der Prozesse ihre Stimme zählt. Ein Beispiel aus dem Produktionssystem bei Toyota in Japan: Ein Mitarbeiter, der ein fehlerhaftes Halbfertigprodukt zur weiteren Bearbeitung erhält, kann mit einer Reißleine sofort die ganze Produktionslinie stoppen. Damit verhindert er, dass wegen eines systematischen Fehlers an einer Stelle nur mangelhafte Produkte hergestellt werden.

Ein Teil der Arbeitszeit jedes Ihrer Angestellten, ob Fließbandmitarbeiter oder Führungskraft, besteht mit Lean darin, Ideen zur Optimierung zu finden und diese umzusetzen. Experimentieren Sie dabei gern. Haben Sie die – zu diesem Zeitpunkt – beste Lösung gefunden, halten Sie sie als Arbeitsrichtlinie fest. Das heißt „Standard Work“. Unterrichten Sie alle Kollegen, die die gleiche Tätigkeit ausführen, in dieser Arbeitsweise.

Das Ziel sind so wenige verschiedene Herangehensweisen wie möglich, damit Sie Fehler systematisch ausschließen können. Eine andere Methode aus dem Lean Manufacturing heißt „Visual Management“. Auf einfache und intuitive Weise stellen Sie den aktuellen Status Ihrer Produktion dar. Nutzen Sie dafür beispielsweise eine Magnettafel. Damit machen Sie für alle deutlich, was aktuell wichtig ist.

Deshalb sollten Sie Lean Manufacturing in Betracht ziehe

Lean Manufacturing kann für Sie Wettbewerbsvorteile erzielen und Einsparungen in Ihrer gesamten Supply Chain verschaffen. Ist Ihr Ausgangspunkt ein aktuelles Problem in der Produktion? Oder wollen Sie jedoch im Allgemeinen eine Methode zur langfristig kontinuierlichen Prozessverbesserung einführen? Sie können in Ihrem Unternehmen mit Lean beginnen, wo Sie gerade sind. Die Einführung von Lean Manufacturing kann auch im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystem von Vorteil sein. Lean unterstützt in vielen Punkten das Prinzip der ständigen Verbesserung, das auch im Qualitätsmanagement von Fertigungsprozessen gefordert ist. Darüber hinaus bietet Lean Management vielfältige Möglichkeiten für Training und Motivation Ihrer Mitarbeiter.

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